Heiß und Kalt
Samstag, den 06. Februar 2010 um 01:01 Uhr

Der zweite Fahrtag der
16. AvD-Histo-Monte sollte ein ganz besonderer werden. Zum Einheizen ging es zunächst auf die Rennstrecke von Anneau du Rhin und anschließend in die Vogesen und das hohe Jura im Schnee und Eis.


 

 

Gleich um 8:00 wurde das Starterfeld in Freiburg im Minutenabstand auf die zweite, insgesamt 552 Kilometer lange Etappe nach Aix-les-Bains geschickt. Zunächst aber ging es auf die 50 Kilometer entfernt gelegene Rennstrecke von Anneau du Rhin. Der 2,8 Kilometer lange Kurs musste von den verbliebenen 45 Teams (Oliver Thalheim und Klaus Thiele konnten ihren Porsche 944 bis zum frühen Morgen wahrhaftig wieder flott kriegen) gleich drei Mal nach vorgelegter Zeit gefahren werden. Und das bei miesestem Regenwetter und schlechter Sicht. Ganz schön tricky, doch einfach gegen das, was noch folgen sollte. Denn von Südwesten her zog eine weitere Kalt-und Regenfront heran, die in höheren Lagen gleich in Schnee überging.

Bereits die zweite Gleichmäßigkeitsprüfung nach Le Markstein in den Vogesen auf 1266 Meter höhe endete in dichtem Schneetreiben und auf geschlossener Schneedecke. Doch glücklicherweise musste keiner der Teilnehmer jemals Schneeketten aufziehen. Hinunter nach Thann, vorbei an Belfort, war dann eine Zeitlang alles wieder in Ordnung. Es regnete nur aus Kübeln, bis sich dann südlich von Montbéliard Richtung Jura die Schneemassen meterhoch am Straßenrand türmten. Eine Mischung aus Schnee und Regen verwandelte die Fahrbahn in eine aalglatte, tückische Masse. Oft ging es nur mühsam vorwärts.



Erst gegen 15:00 Uhr wurde ein 60-minütiger Zwischenstopp eingelegt um sich nochmals zu stärken, bevor die Dämmerung hereinbrach. Die letzten beiden der insgesamt acht Gleichmäßigkeitsprüfungen (eine musste wegen Schnee erneut kurzfristig abgesagt werden) dieses Tages, fanden in stockdunkler Nacht statt. Die Gegend nördlich von Aix-les-Bains ist so einsam und verlassen, dass hier wohl niemand tot über dem Zaun hängen möchte. Doch für schwere Gleichmäßigkeisprüfungen und eine gehörige Portion Orientierungssinn taugt sie fantastisch.

Als alle Teams gegen 21:00 Uhr das Ziel unbeschadet in Aix-les-Bains erreichen, gab`s nur strahlende, wenn auch erschöpfte Gesichter und endete mit einer Überraschung: Nach dem zweiten Fahrtag führen Reinhard Hümer und Tochter Doris auf ihrem VW 1302 S das Feld soeverän an und lösen Radprofi Klaus Peter Thaler und Udo Volckmann von der Spitze ab.

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Text: Norbert Kappes
Fotos: Fritz Frey, Norbert Kappes

 


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